Die Chimären der Venus 1 +Rezension+

Chimären der Venus

Die Chimären der Venus

Während es sich Deutschland auf dem Mars gemütlich gemacht hat, teilen Frankreich und Großbritannien die Venus unter sich auf. Mit Ätherschiffen durch das All auf die tropische Welt der Venus. Die Theaterschönheit Hélène träumt ebenfalls von der Venus, doch will sie dort ihre große Liebe aus dem Straflager befreien.

Besiedlung der Venus

Bei Hélènes Anblick verlieren die Männer scharenweise den Verstand. Zu ihrem Glück gehört auch der neue Gouverneur der Venus dazu, der sie großzügiger Weise und nicht ganz uneigennützig mitnimmt auf die Reise zu seiner neuen Heimatwelt. Ihr Liebster ist Poet, gebildet und verträumt, genau die Sorte, die für ihr Mundwerk in Schwierigkeiten geraten. Zwischen Frankreich und Britannien herrscht ein brüchiger Frieden. Ein Ort auf der Venus bleibt umstritten, denn dort hoffen beide Nationen auf große Äthervorräte, um ihre Luftschiffe zu betreiben.

Das Setting würde ich als viktorianischen Steampunk bezeichnen, doch dies steht nicht so sehr im Vordergrund und nimmt auch in den Zeichnungen nicht zu viel Platz ein. Der Grund ist auch recht einfach, die Venus hat bereits eine lebendige Flora und Fauna und damit gibt es von mir direkt eine große Portion Liebe für die Dinosaurier. Dazu lässt sich Hélène nicht in Geschlechterklischees packen. Sie tut, was getan werden muss, ob im leichten Theaterkostüm, Kleid oder Hose. Es ist nicht nur ihr Äußeres, mit dem sie beeindrucken kann.

Ich bin ehrlich, die Erde find ich weniger spannend, aber die unglaublichen Bilder der Venus haben es mir angetan. Natürlich die Dinosaurier, doch auch die wilden Landschaften. Außerdem Hélènes Mimik, die zwischen hart, ich tue, was getan werden muss, und weich, ich bin die hübsche Venus, ein breites und einnehmendes Spektrum aufweist. Dazu kommt noch ein Ende des ersten Bandes, der wie die Dinos genau einen Nerv bei mir trifft und erst jetzt die Geschichte so richtig interessant wird. Wer braucht schon getrennte Liebende, wenn … Ach nein, das verrate ich euch nicht.

Die Chimären der Venus entführt euch auf eine wilde Venus mitten in ihrer Besiedlung und mit Dinos. Die Geschichte konnte mich abholen, ohne dass ich Das Schloss in den Sternen gelesen habe.

Die Chimären der Venus ...

… ist viktorianischer Steampunk, der auf eine tropische Venus entführt.
… hat ein tolles Artwork, das insbesondere auf der Venus zur Geltung kommt.
… hat Dinosaurier.

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Die Chimären der Venus 1

Szenario: Alain Ayroles
Zeichnungen: Étienne Jung
Hardcover mit 56 Seiten
ISBN: 978-3-96792-169-4
Erschienen am: 23.02.2022
beim Splitter Verlag

Der Comic wurde mir als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung ist dadurch nicht beeinflusst.

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© Splitter Verlag

Eine Antwort

  1. Michael Kleu sagt:

    Hat was! Muss ich mal reingucken!

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