Beethoven – Unsterbliches Genie +Rezension+

Beethoven

Beethoven – Unsterbliches Genie

Lois Lefebvre ist eigens aus Paris nach Wien gereist, um eine Widmung von Beethoven zu erhalten. Den ganzen Tag ist er kreuz und quer durch Wien unterwegs, um den aktuellen Wohnort des unsterblichen Genies zu finden. Als er ihn endlich ausfindig gemacht hat, erfährt er, dass Beethoven am Vortag verstorben ist.

Sein Tod ruft nicht nur sofort die Leichenfledderer auf den Plan, sondern löst auch Diskussionen um Erbe, letzte Bilder, Biografien und Erinnerungsstücke aus. Jeder erzählt eine andere Geschichte des Komponisten. Immer aus seiner Sicht und in der Version, die am meisten Ruhm und Interesse schürt.

Ran an die (Über)Reste

Wer eine trockene und sachliche Biografie von Beethoven erwartet, der ist hier falsch, denn hier werden in unterhaltsamer Weise Anekdoten über den letzten Lebensabschnitt des tauben Komponisten und seinen Tod zum Besten gegeben. Selbst auf der Trauerfeier sind die Leute nach außen hui und nach innen pfui. Nur die wenigsten sprechen ihre Meinung darüber laut aus, zu was für einem Menschen er in seinen letzten Tagen geworden war.

Rückblicke verlassen das allgemeine Farbschema des Comics und verwenden auch ein anderes Lettering. Jeder Rückblick folgt dabei seinem eigenen Schema und setzt sich damit deutlich von der Rahmenhandlung ab. Auch die Sprache der Personen unterscheidet sich, einige sprechen im schönsten Hochdeutsch, andere in einem wunderbaren Wienerisch. Leute bekommen das Winkelkotzen und auch Watschen wollen verteilt werden.

Die meisten der Figuren sind historisch belegt. Dennoch gibt es freie Interpretationen, besonders über das Mysterium um den Schädel von Beethoven. Die anfängliche Fahrt durch Wien führt zu heutigen Gedenkstätten Beethovens, der tatsächlich zu seinen Lebzeiten ständig in Wien umgezogen ist.

Ich finde die Art von Beethoven – Unsterbliches Genie eine interessante Weise, auf eine Person zurückzublicken. Es ist definitiv nicht das, was ich von diesem Comic erwartet hatte, aber er ist kunstfertig und sehr unterhaltend. Spannend ist auch der Einblick darauf, wie das Umfeld auf den Tod einer berühmten Person reagiert. Dabei lässt das Kreativteam den Humor trotzdem nicht zu kurz kommen.

Beethoven - Unsterbliches Genie...
  • ist ein Comic nicht nur für Beethoven Fans.
  • überrascht dadurch, keine eigentliche Biografie zu sein.
  • lässt den Humor nicht zu kurz kommen.
Comics für Einsteiger

Auch für Comic-EinsteigerBeethoven – Unsterbliches Genie ist für Anfänger geeignet, die nicht vor dem Wiener Akzent zurückschrecken oder davor, dass auf den Tod des Komponisten durchaus mit Humor zurückgeblickt wird. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen und der Leserichtung sehr leicht zu folgen.

Anzeige

Beethoven – Unsterbliches GenieBeethoven - unsterbliches Genie, Carlsen

Autor: Peer Meter (Gift, Haarmann)
Zeichner: Rem Broo
Hardcover mit 144 Seiten
ISBN: 978-3551731203
Erschienen am: 12.03.2020
bei Carlsen

Der Comic wurde mir als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung ist dadurch nicht beeinflusst.

Loading Likes...

2 Gedanken zu „Beethoven – Unsterbliches Genie +Rezension+

  1. Hallo Ariane,

    ich bin heute über das #Litnetzwerk auf deinen Blog gestoßen und wollte ein kurzes Hallo da lassen.
    Dein Blog ist wirklich toll strukturiert. Für mich ist leider inhaltlich nichts dabei, weil ich einfach keine Comics lese, aber ich wünsche Dir mit dem Blog weiterhin viel Spaß und Erfolg.
    Man sieht das viel Arbeit drinsteckt!

    Ganz liebe Grüße
    Chrissi

    1. Hallo Chrissi,
      Viele Dank. Ich habe aber auch Bücher, wenn auch nur wenig, Häkel- und Bastelkram und einiges Allgemeines zum Thema Konzentration in meiner Kategorie zum Studium.
      Viele Grüße
      Ariane

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.