Valerian und Verronique/Laureline

Valerian und Verronique/Laureline

Valerian und Verronique/Laureline

 

Lohnt sich es die Comics nach dem Film zu lesen? Ja!

Vorweg für alle „Aber der Film war scheiße“-Leute:
Im Ernst, Luc Besson macht schöne Bilder. Die Geschichte aus dem Comic wurde so adaptiert, das man den Film „Valerian“ nennen konnte. Nach der Geschichte im Comic hatte man ihn eher Laureline nennen können, denn Valerien war eigentlich nur damit beschäftigt bewusstlos zu sein. Der Film ist auf seine Art gut. Diese Art gefällt mir aber halt nicht allen. Ende der Diskussion zum Film.

Valerian und Laureline

 

Verfilmung und 50 Jahre Carlsen Comics

Zwei Ereignisse in einem Jahr, die Carlsen zu einer Neuauflage von Valerian und Veronique veranlasst haben. Band 1 als Filmausgabe mit zwei Geschichten und Band 2 als Jubiläumsausgabe ebenfalls mit 2 Geschichten. Wer mit beantworten kann wie es zur Namensänderung von Laureline zu Veronique kam, möge es doch bitte kommentieren.


„Das Reich der 1.000 Planeten“ und „Botschafter der Schatten“

Die Filmausgabe beinhaltet diese beiden Geschichten. „Botschafter der Schatten“ bildet die eigentliche Story zum Film, der Markt ist im „Reich der 1000 Planeten“ beschrieben. Hier heißt unsere weibliche Protagonisten noch Laureline (bis auf in einem Panel). Die erste Geschichte erzählt grundlegendes zu den Charakteren und ihren Hintergründen. Es ist kein Aktionsspektakel wie heutzutage so oft der Fall. Es wird ruhig erzählt und vieles wird friedlich ohne große Kämpfe geregelt. Eher Star Trek TOS als Star Trek Beyond. Die Geschichten stammen von 1971 bzw. 1975 und wir haben auch bereits gelernt, dass George Lucas sich hat von den Comics zu Star Wars inspirieren lassen. Valerian und Laureline arbeiten großteils gleichberechtigt auch wenn sie sich ab und an auf den Wecker gehen.

Die zweite Geschichte, „Botschafter der Schatten“, hingegen erzählt mehr zu der Welt, in der die Menschheit nun lebt. Gleichberechtigt ist es hier nicht ganz. Im Rahmen der gegebenen Anweisung agiert Laureline alleine bzw. führend. Erst 1979 erreichte uns mit Alien eine starke Frau im Kampf, die allen präsent wurde. 1975 zog aber Laureline bereits alleine ihr Ding durch und auch Lynda Carter konnte man ab diesem Jahr als Wonder Woman die starken Frauen repräsentieren.
Trotz Auseinandersetzungen sind beide Geschichten verhältnismäßig eher Ruhig aber nicht weniger spannend. Damals war die Action einfach noch nicht zwingend laut und der erste Band unterhält auch heute noch gut.

Obwohl es hier nicht gerade wenig Text gibt, ist er aber immer klar strukturiert. Wenn es kompliziert wird, helfen auch mal Pfeile das nächste Panel zu finden. Damit ist dieser Comic auch für Einsteiger geeignet.

 

„Das Land ohne Sterne“ und „Willkommen auf Alflolol“

Im „Land ohne Sterne“ ist genau das Thema Gleichberechtigung der Geschlechter Thema. 1979 als dritter Band der Reihe veröffentlicht, lässt Valerian hier auch mal ein wenig Charakterschwächen aufblitzen bevor wir in den Geschlechterkrieg ziehen. Ein immer wieder aktuelles Thema mit Geschlechterrollen wird hier behandelt. Krieg und Rettung sind spannend geschrieben in einer ungewöhnlichen Welt.

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„Wollkommen auf Alflolol“

Was passiert eigentlich wenn man sich auf einem Planeten nieder lässt und plötzlich kommen die Bewohner aus dem Urlaub zurück? Es gibt Gesetze, Meinungen und viel hin und her. Parallelen zu den USA im Umgang mit ihren Ureinwohnern. Manche wollen das Richtige tun und die Konsequenzen sind ihnen egal, andere sind nur auf ihren Vorteil bedacht. Außerdem ist Veronique langsam wirklich frustriert.

Aber bitte unterschätzt die Natur des Planeten und die Alflololier nicht. Eine Geschichte mit ganz viel Moral. Jean-Luc Picard würde es gefallen.

 

Valerian & Veronique – Filmausgabe (Softcover): Das Reich der 1.000 Planeten / Botschafter der Schatten von Pierre Christin, Jean-Claude Mézières erschienen bei Carlsen.

Valerian & Veronique – TWO-IN-ONE (Softcover): Das Land ohne Sterne / Willkommen auf Alflofol von Pierre Christin, Jean-Claude Mézières erschienen bei Carlsen.

Spoilerwarning! Noch mal zu Star Trek Beyond. Dass hätte man auch ohne die finale Schlacht und piu, piu, bäm bäm bäm abschließen können. Besonders wenn man am Ende von Das Reich der 1000 Planeten feststellt, dass man so eben Star Trek Beyond gelesen hat. 😮

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