[Serienkiller-Saturday: Die Lotterie] Harold Shipman

Serienkiller-Saturday

Harold Shipman

Ich habe an der Serienkiller-Saturday: Die Lotterie von LeseBlick teilgenommen. Gezogen habe ich Harold Shipman und habe nun das Vergnügen, diesen mörderischen Herren vorzustellen. Zum ersten Mal ist jemand bekannt genug, dass es deutsche Quellen gibt!

Steckbrief

Harold Frederick Shipman – Doctor Death

Shipman erblickte am 14.01.1946 in Nottingham, England, das Licht der Welt. Seine Eltern waren Methodisten und er wuchs mit seinen drei Geschwistern in der Arbeiterklasse auf. In seiner Jugend war er sportlich erfolgreich in Rugby und Leichtathletik. Als er 17 war, verstarb seine geliebte Mutter an Lungenkrebs. Er begann sein Medizinstudium und heiratete in den Jahren darauf.

Während seiner ersten Anstellung als Allgemeinmediziner begann er, ein Opioid für den Eigenbedarf herzustellen. Dies brachte ihm jedoch nur eine Geldstrafe, einen Besuch in der Drogenreha und einen Jobwechsel ein. 1983 wurde er für eine Dokumentation zu psychisch Erkrankten interviewt und 1993 eröffnete er letztendlich seine eigene Praxis.

Taten

Zeitraum: 1972 – 1991
Opfer: 15 (nachgewiesen) – 250

1998 fiel zum ersten Mal die hohe Todesrate von Shipmans Patienten auf, sowie die häufige Einäscherung, insbesondere bei älteren Damen. Im selben Jahr meldete ein Taxifahrer seinen Verdacht gegen Shipman. Dieser ging von 21 ermordeten Patienten aus. Den letzten Ausschlag gab jedoch der Tod von Kathleen Grundy. Grundy hatte ihre Kinder im Testament ausgeschlossen und stattdessen Shipman ihr Erspartes hinterlassen. Grundy war erdbestattet und in Folge des Verdachts exhumiert worden. In ihrem Körper wurden Spuren von Heroin gefunden und bei der anschließenden Hausdurchsuchung konnte bei Shippman die Schreibmaschine sichergestellt werden, mit der er das Testament gefälscht hat.

Anschließend wurden weitere Todesfälle untersucht. Die Polizei suchte dafür Patientinnen aus, die zwischen 1995 und 1998 verstorben waren. In allen 15 Fällen wurde Shipman schuldig gesprochen. Sein Motiv bleibt bis heute im Unklaren. Er bestritt seine Schuld und auch seine Ehefrau hielt ihn für unschuldig. Es wurde aufgrund des Presserummels von weiteren Verfahren gegen Shipman abgesehen, jedoch erfolgten weitere Untersuchungen zu den 459 Personen, die während Shipmans Behandlung starben. Das Ergebnis des Untersuchungsberichtes war eine Schätzung von 215 bis 250 Morden.

Im Endstadium hatte Shipmans Mutter Morphin durch ihren Arzt zu Hause erhalten. Schon 1983 wurde Shipman wegen Opiaten auffällig und auch seine Morde erfolgten über die Verabreichung von Opiaten. So schien sein bevorzugtes Vorgehen zu sein, diese insbesondere älteren Damen bei Hausbesuchen zu verabreichen. Die Entdeckung der Toten hat er den Angehörigen überlassen. In den Medien wurde er bekannt als Doctor Death bzw. Doktor Tod.

Im Januar 2004 erhängte sich Shipman mit seiner Bettwäsche in seiner Gefängniszelle.

Bücher und Filme

2002 wurde der Fernsehfilm Howard Shipman: Doctor Death veröffentlicht. Aktuell ist er auf YouTube zu sehen.

Außerdem hat er es in diverse Bücher geschafft (Auszug):
Harold Shipman – Prescription For Murder: The true story of Dr Harold Frederick Shipman
Harold Shipman: The True Story of Britain’s Most Notorious Serial Killer (Ryan Green’s True Crime)
HAROLD SHIPMAN: Doctor Death: The Shocking Case of the Harold Shipman Murders
From Crime to Crime: Harold Shipman to Operation Midland – 17 cases that shocked the world

Quellen

Muderpedia
Wikipedia

Vorherige Serienkiller

Miyoko Sumida
Ralph Raymond Andrews

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3 Antworten

  1. Christin sagt:

    Mh, wie schön. Leider ein Beruf, der gerne ausgenutzt wird :/
    Und dass dann noch der Fehler gemacht wird, der so offensichtlich ist, obwohl er vom Fach ist (der Nachweis im Körper) …. Da merkt man, dass er zu sehr Gefallen dran gefunden hatte und es quasi schon Alltag war 🙁

  2. Andrea sagt:

    Herr Shipman,
    der ist mir tatsächlich mal bekannt. Ich habe ja vor geraumer Zeit bei TV now eine Dokureihe geschaut und da war er bereits dabei. Wie Christin schon meinte, man will sich nicht ausmalen, wie viele Ärzte ihren Job ausnutzen, um solche Aktionen durch zuziehen. Für Ärzte gibt es glaub ich auch die verschiedensten Motive.

    Krass auch hier, die Dunkelziffer. War man da zum Teil einfach zu faul, die Leichen auf Opiate zu obduzieren? Vllt wurde diese aber auch von Angehörigen nicht angesetzt.

    Danke fürs mitmachen.
    Im Juli wartet ein Special auf uns:
    Ich ziehe nicht. Jeder wählt SELBST einen Serienmörder, den/die er uns vorstellt.
    Viel Spaß bei der Auswahl (Christin war schon dezent überfordert, sollte dir niemand in den Kopf kommen, los ich natürlich wieder, auf den Listen sind noch so einige Namen zu haben^^)
    Der nächste Beitrag soll am 31.7. erscheinen.

    Liebe Grüße
    Andrea

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