Mythen der Antike – Perseus und Medusa

König Akrisios befürchtet keinen würdigen Erben zu bekommen und fragt die Pythia, wann sein Erbe geboren werden wird. Doch die Weissagung verkündet, dass sein Erbe seinen Tod bringen wird, daher lässt er seine Tochter in Isolation einsperren. Akrisios hat bei diesem Plan nicht den Göttervater Zeus bedacht, der selbst in das Gefängnis eindringen kann und ein Kind zeugt. Stetig bemüht, Perseus versteckt zu halten, wird er mit 4 Jahren doch entdeckt. Zusammen mit seiner Mutter wird er im Meer zum Sterben ausgesetzt.

Beide überleben, stranden auf einer Insel und leben künftig unter der Gunst des Bruders von König Polydektes. Polydektes scheitert daran, die Gunst von Perseus Mutter zu erlangen und fordert den inzwischen erwachsenen Perseus auf, ihm seine Mutter zum Geschenk zu machen. Zornig bietet dieser die Medusa als Geschenk an. Zu seinem Glück erhält er Unterstützung von Hermes und Athene bei diesem Abenteuer.

Läuft bei Perseus

Ich möchte euch einen weiteren Band aus der Reihe Mythen der Antike vorstellen. Genau wie das goldene Vlies hat die Medusa eine besondere Faszination auf mich, daher ist dies nun der zweite Band, den ich aus der Reihe lese. Im Gegensatz zu Jason und das goldene Vlies ist dieser Band viel schneller erzählt und somit auch gelesen. Es wird sich Zeit für die Bilder gelassen und es gibt deutlich weniger Text als bei Jason. Grund dafür dürfte sein, dass bei Perseus alles ungewöhnlich glatt läuft.

Die Menschen und Halbgötter waren häufig der Spielball der Götter und wurden für die Machenschaften zweier göttlicher Parteien missbraucht. Perseus hat das Glück, dass die Götter auf seiner Seite sind oder sich nicht weiter für ihn interessieren. So besiegt er das Monster, gewinnt die Frau für sich und erlangt göttliche Gerechtigkeit.

Es geht um starke Männer, schöne Frauen und grausame Könige und genau dies spiegelt sich in den Zeichnungen wider. Ob eine schöne Frau auch immer nur gering verhüllt sein muss, ist vielleicht fragwürdig, aber letztendlich greift diese Darstellung die altertümlichen Vorbilder auf, in denen es den Damen und Herren nicht selten komplett an Kleidung mangelte. Dies kann jeder im Anhang des Comics nachschlagen. Dort könnt ihr auch einen Blick auf eine alte Darstellung des Seemonsters werfen, das sehr schön im Comic adaptiert wurde.

Perseus und Medusa wurde mit viel Detailliebe adaptiert und bietet einen schönen Einstieg in die Mythen der Antike.

Perseus und Medusa ...
  • … ist ein schnelles Lesevergnügen.
  • … hat ein für die Antike stimmiges Artwork.
  • … bietet einen Einblick in die Mythologie.
Comics für Einsteiger
Auch für Comic-Einsteiger

Perseus und Medusa ist sogar noch besser als Einstieg in die Comicwelt für Liebhaber der Antike geeignet, als Jason und das goldene Vlies. Auch hier ist die Leserichtung leicht zu verfolgen, doch die Bilder wirken besser aus sich heraus und es gibt deutlich weniger zu lesen. Dieser Mythos ist in sich abgeschlossen.

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Mythen der Antike: Perseus und Medusa

Erzählung: Luc Ferry und Clotilde Bruneau
Zeichnungen: Giovanni Lorusso
Hardcover mit 56 Seiten
ISBN: 978-3-96219-421-5
Erschienen am: 28.08.2020
beim Splitter Verlag

Der Comic wurde mir als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung ist dadurch nicht beeinflusst.

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