Der Aschefeuerkönig – The Sandsea Chronicles 2 +Rezension+

Der Aschefeuerkönig

Achtung Spoiler voraus! Solltet ihr Band 1 Der Sternenstaubdieb nicht kennen, dann lest besser hier weiter.

Willkommen im Aschefeuerkönig, wo tapfere Kriegerinnen Prinzen retten – oder so ähnlich. Zumindest beschließt die Mitternachtshändlerin, Prinz Mazen zu Hilfe zu eilen, und eine der vierzig Räuber:innen, Aisha, unterstützt einen anderen Prinzen. Dier Ifrit Rijah ist vielleicht nicht die umgänglichste Gesellschaft, dennoch folgt sier der Bitte von Qadir, auf seine Verbündeten aufzupassen.

Über und unter dem Sandmeer

Nach dem spannenden Ende von Band 1 finden wir uns mit Loulie, Mazen und Rija in der Heimat der Dschinn wieder. Währenddessen sinnt Aisha auf Rache gegen den Mann, der es gewagt hat, sie auszunutzen. Die 40 Räuber waren in ihren Augen nichts als eine Lüge, und der Vatermord ist für sie nur der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Ganz im Gegensatz zu den Prinzen Mazen und Hakim, die ganz unterschiedlich von den Taten ihres Bruders überwältigt sind. Nun geht es nicht mehr nur darum, Dschinnmagie und Artefakte zu besitzen, sondern um Politik und Herrschaft in einem dem Untergang geweihten Land. Spannend ist hierbei noch eine Untertreibung, denn ich fiebere jedem weiteren Kapitel entgegen.

Die Geschichte wechselt weiterhin zwischen den drei Protagonisten Loulie, Aisha und Mazen, doch in diesem Buch finden wir uns abwechselnd im Reich der Dschinn und in dem der Menschen wieder. Es ist wundervoll, hier die Welt der Dschinn besser kennenzulernen, und gleichzeitig ist es traurig zu sehen, wie es um sie steht und welche Kriege sie jetzt führen. Natürlich geraten unsere Protagonist:innen mitten in den Konflikt und sind als Menschen unter Dschinn für viele eine merkwürdige Ausnahme.

Auch in diesem Buch durchläuft Aisha erneut eine gewaltige Entwicklung. Manchmal ist sie schwierig, aber es ist schön, ihr Wachstum zu beobachten. Ich hätte so gerne ein Bild von ihren neuen Henna-Zeichnungen gesehen. Doch auch Mazen scheint sich in seiner Haut immer wohler zu fühlen und seine eigene Stärke zu finden. Zu Loulie und Qadir sage ich jetzt nichts, da ich niemanden spoilern möchte und was es mit dem Cover auf sich hat, muss ihr auch selbst entdecken. Ich habe an der Stelle leuchtende Augen bekommen.

Es gibt wieder viele Relikte und Magie, eine spannende Handlung und die letzten 150 Seiten stecken voller Aufregung und Action, sodass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte. Ich liebe diese Geschichte, ich liebe diese Charaktere und ich liebe den Konflikt, in dem sie stehen, denn er ist wirklich komplex und hat viele Facetten. Wie oft die unterschiedlichen Blickwinkel hier den Ausschlag geben, wird nach und nach immer klarer. Wer glaubt, Neopronomen seien schwer zu lesen, der muss hier einfach mal hereinlesen und entdecken wie geschmeidig sich die Pronomen von Rijah dank Urban Hofstetter in den Text einfügen. Es ist eine großartige Fantasy-Story, und ich bin froh, dass der Aschefeuerkönig zurück ist.

Der Aschefeuerkönig ...
… trägt erneut das 1001-Nacht-Feeling weiter und macht es sich zu eigen.
… ist unheimlich spanned und macht Lust auf Band 3.
… hat mich erneut in seinen Bann gezogen.

Der Aschefeuerkönig

Szenario: Chelsea Abdullah
Übersetzung: Urban Hofstetter
Hardcover mit 640 Seiten
ISBN: 978-3-608-98927-4
Erschienen am: 11.04.2026
bei Hobbit Presse

Das Buch wurde mir als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung ist dadurch nicht beeinflusst.

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Der Aschefeuerkönig
© Hobbit Presse

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