Death be damned +Rezension+

Death be damned

Sicheln, Macheten und Untote auf einer Hacienda. Erneut lese ich einen Comic von den Philippinen und der Horror ereilt uns in Form von Zombies oder besser Pinoy-Monster, wie diese in der lokalen Folklore heißen. Die oberen Zehntausend werden von Untoten angegriffen und mittendrin ein TV-Team, dass eine heiße Story wittert, denn die Familie Muguerza ist nicht ohne Einsatz so reich geworden.

Schwarz, weiß, rot, tot

Natürlich sticht hier sofort der Zeichenstil in den Farben Schwarz, Weiß und Rot heraus. Die acht Einzelepisoden sehen damit großartig aus und das Land, dass sich an den Menschen rächt ist ein zentraler Punkt. Doch ist es nur das Land, dass auf Rache sinnt oder wurden die Toten aus einem anderen Grund erweckt? Viel Spaß dabei, dies herauszufinden. Die Besetzung der einzelnen Personen verspricht einiges an Witz und Irrsinn und lebendige Skelette mit Schusswaffen, gibt es auch nicht alle Tage zu sehen.

Das Vorwort hat dazu beigetragen, dass ich mehr vom Comic erwartet habe, als ich erhalten habe. Das soll jedoch nicht heißen, dass ich keinen Spaß beim Lesen hatte. Doch einige Punkte waren schwierig für mich. Die meiste Zeit konnte ich die Personen unterscheiden, jedoch gibt es Zeitsprünge oder vielmehr Rückblicke in der Erzählung. Leider habe ich diese nicht immer sofort erkannt, weshalb für mich die Geschichte etwas holprig war. Dafür gab es an jedem Episodenende einen Überblick über alle wichtigen Personen, mit den bekannten Informationen und ob sie noch leben oder bereits gestorben sind.

In einer Sequenz wurde sich am guten, alten Doom bedient. Die alte Videospieloptik und die Anzeige des Gesundheitszustandes des Doom-Marine fand ich sehr kreativ und witzig. Das Glossar bei den Dantes Comics muss ich einfach jedes Mal loben. Einige Texte sind auf Spanisch, andere auf Englisch und diese Balance mit der deutschen Übersetzung finde ich als sehr gelungen. Es ist stimmig und die Wortwitze gehen nicht verloren. Vielleicht auch gut an dieser Stelle, dass ich Englisch und ein wenig Spanisch spreche, so musste ich nur selten im Glossar nachschlagen, obwohl dies vertiefte Einblicke liefert.

Death be damned ist ein optischer Leckerbissen, mit Zombies gehen die reichen Großgrundbesitzer.

Death be damned ...

… hat eine verdammt coole Optik.
… greift viele sehr coole Ideen auf und ist eine außergewöhnliche Zombiegeschichte.
… zeigt eine wilde Familienkonstellation und sehr viele Tote.

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Death be damned

Szenario: Mike Alcazaren, Noel Pascual und AJ Bernardo
Zeichnungen: AJ Bernardo und Josel Nicolas
Softcover mit 236 Seiten
ISBN: 978-3-68902-007-1
Erschienen am: 07.01.2025
beim Dantes Verlag

Der Comic wurde mir als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung ist dadurch nicht beeinflusst.

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