Das Konzil der Bäume +Rezension+

Das Konzil der Bäume
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Das Konzil der Bäume

Viktorianische Agenten

Artemis Hartcourt und Kasimir Duprey werden als Ermittler des Öffentlichen Ministeriums für Privatangelegenheiten, vom Minister Pomerol persönlich, zum königlichen Hospital für Frauen und Kinder gesandt. Sie sollen zu den Vorgängen bezüglich sieben Kinder ermitteln, die erst eine Woche vermisst wurden und dann gleichzeitig auf einer Lichtung wieder aufgetaucht sind. Anschließend wurden sie in das Hospital gebracht. Doch nun vollziehen die Kinder in Trance jede Nacht um Mitternacht ein merkwürdiges Ritual auf dem Dach des Hospitals. Seit der Einlieferung der Kinder sind bereits mehrere Angestellte und der zuletzt beauftragte Agent verschwunden, nur Direktor Ziehfuss, Dr. Rufus, Schwester Wilma und Agamemnon, der Mann für alles, sind noch da.

Mystery und Grusel

Das Konzil der Bäume lebt durch die Zeichnungen. Die Bäume auf der Lichtung, die Gebäude, die Details und die verschiedenen Bildperspektiven machen die Geschichte lebendig und interessant. Die Gesichter sind überzeichnet dargestellt, was sich mit der gut dosierten Portion Humor der Geschichte ergänzt. Das Ermittlerduo ist dabei ein “Mulder und Scully” Gespann. Ein Mann der Wissenschaft und eine Frau mit Gespür für das Übersinnliche. Zwar berichten beide, wie sie Agent wurden, aber mir war lange nicht klar, ob sie sich bereits vor diesem Fall kannten und schon zusammengearbeitet hatten oder nicht. Das zeigt leider nur ein Problem mit der Geschichte auf. Denn die Erzählung ist ehr durchschnittlich und vorhersehbar. Auch wenn das sehr gelungene Cover etwas anderes vermuten lässt, würde ich den Comic nicht als Horror einstufen. Mystery ja, Grusel vielleicht, aber für Horror fehlt im noch etwas.

Von überzeichneten Gesichter mit riesigen Knollennasen, achtförmigen Gesicherter und ähnlichem bin ich kein großer Fan. Artemis und Kasimir sind dabei noch gut weggekommen. Als Charaktere wirken beide eigenwillig und sympathisch. Die Bilder und Bildführung trösten aber über die Darstellung der Menschen und die leider etwas unausgewogenen Geschichte weg. Die Grundidee der Geschichte ist nicht schlecht und die Bilder führen stimmungsvoll durch diese, nur hätten vielleicht ein paar weitere Seiten diese Erzählung abrunden können.

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Das Konzil der Bäume

Autor: Pierre Boisserie
Zeichner: Nicolas Bara
Einzelband
ISBN: 978-3-96219-143-6
Hardcover mit 64 Seiten
Erschienen am: 24.07.2018
Erschienen beim Splitter Verlag

Der Comic wurde mir als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung ist dadurch nicht beeinflusst.

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