Spielberg +Rezension+

Steven Spielberg – Die Graphic Novel Biografie

Der Comic beginnt mit der Kindheit von Steven Spielberg: Er lernt Zahlen von einem Holocaust-Überlebenden und dessen Tätowierung, wird von Sternschnuppen verzaubert, die sein Vater ihm am Nachthimmel zeigt, und entdeckt sein Interesse am Filmemachen durch einen Kinobesuch. Schon als kleiner Junge versucht er, einen Stunt aus dem Kinofilm mit einer Spielzeug-Eisenbahn mit der Kamera festzuhalten. Er erzählt, wie tiefgreifend ihn der Film „Lawrence von Arabien“ geprägt hat und wie bewundernd er die Konzeption und Umsetzung des Films fand, doch gleichzeitig war er überzeugt, dass er selbst jemals nicht an diese Meisterleistung heranreichen könne.

Ein Film für das Publikum, dann ein Film für mich

Noch bevor er richtig ins Filmemachen eintaucht, gründet sich diese Clique: Brian De Palma, Martin Scorsese, George Lucas, Francis Ford Coppola und Steven Spielberg. Er beginnt im Fernsehen, und eines seiner ersten Werke ist der Pilotfilm zu „Columbo”. War Peter Falk vorerst skeptisch gegenüber dem 24-Jährigen, schwärmte er später nur in den höchsten Tönen von ihm.

Viele fantastische Szenen meiner Filme kamen dank der Vorschläge einer Schauspielerin, eines Schauspielers, eines Technikers oder eines Drehbuchautors zustande. Ich habe ihnen aufmerksam zugehört, aber alle denken, ich sei ein Genie.

Diese Selbstreflexion von Spielberg ist großartig. Er hört den Leuten zu. Anfangs hat er es noch nicht so gut verstanden, aber er hat verstanden, wie wichtig es ist, die Hinweise anderer anzunehmen.

Amazing Ameziane lässt hier Spielberg seine eigene Geschichte erzählen. Dabei tauchen wir jedoch nicht so tief in seine Filmwelten ein, wie es bei Tarantino der Fall war. Einerseits hätte dieser Stil nicht wirklich zu Spielberg gepasst, andererseits ist dieser Comic weniger leichtgängig als das Werk über Tarantino. Es gibt viele Prosatexte, aber auch einige sequenziell erzählte Passagen. Spannend ist es jedoch allemal, und viele wichtige Höhepunkte seiner Karriere werden hier herausgestellt. Darunter einige meiner Favoriten, denn ich liebe Haie, Dinos und Indy.

Spielberg berichtet über das Kindliche und das Ernste in Spielberg und wie daraus ein Pendeln zwischen Spaß und düsteren Filmen wurde.

Spielberg ...

… greift die Religion als Antreiber seiner Karriere auf.
… berichtet von der Zusammenarbeit mit talentierten Freunden.
… zeigt die Entwicklung des Filmemachers.

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Steven Spielberg – Die Graphic Novel Biografie

Szenario und Zeichnungen: Amazing Ameziane
Übersetzung: Harald Sachse
Hardcover mit 192 Seiten
ISBN: 978-3-68950-143-3
Erschienen am: 23.03.2026
beim Splitter Verlag

Der Comic wurde mir als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung ist dadurch nicht beeinflusst.

© Splitter Verlag

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