Semester M1 – Trete ein und lasse deine Freizeit hinter dir

Modulwahl

Gleich am frühen Morgen wollte ich nachsehen, welche Module ich nun eigentlich für mein erstes Semester im Master belegen kann. Im Vorfeld hieß es, ich kann auch außerhalb des Curriculums Module problemlos belegen. Nun ja, mir standen genau vier Module zur Auswahl. Genau diese vier sind für das erste Semester gedacht. Sprich, Kürzertreten ist möglich, aber Flexibilität ist nicht gegeben. Es gibt aber auch keinen Plan mit Vorbedingungen zum Belegen von Modulen. Ich finde es immer noch alles etwas undurchsichtig, aber was soll’s, ich belege erstmal die vier Module.

Semester M1 - Modulwahl Studium

Wegen des Pauschalbetrags für die Semester entfällt das Warten auf Freischaltung bis zum Zahlungseingang. So kann ich direkt in eine Bestandsaufnahme übergehen. Quantitative Entscheidungslehre und Mitarbeiterführung kündigen direkt wöchentliche Vorlesungen an, die anderen Module sind noch etwas zurückhaltender mit Informationen, bzw. sind diese teilweise noch nicht aktualisiert auf das neue Semester. Positiv finde ich aber, dass nur eines der Module ein Skript über 300 Seiten hat. Quantitative Entscheidungslehre hat das kürzeste Skript aber dieses Modul baut auf Operations Reserch auf und das hat mich auch mit wenigen Seiten zur Verzweiflung getrieben.

In den vier Modulen sind 21 – 32 Studierende aus drei Hochschulen eingeschrieben. Ein erster flüchtiger Blick lässt den Schluss zu, dass meine Kollegin / Kommilitonin und ich wohl die einzigen aus Emden in diesem Onlinestudium sind. Im Fachbereich des Studiengangs sind 106 Studierende verzeichnet. Wenn ich die Liste überfliege, komme ich auf etwa ein Drittel Frauen. Wer den Vergleich zu meinem Bachelor möchte, findet diesen hier. Das erste Semester beginnt mit den drei Wirtschafts- und einem Softskill-Modul.

Module und Prüfungen im 1. Semester

Wirtschafts- und IT-Recht

Auf den ersten Blick scheint dieses Modul nicht viel weiter gefasst zu sein, als die Module Wirtschaftsrecht und IT-Recht es waren. Leider fehlen noch Informationen zum Ablauf im Modul. Es gibt Einsendeaufgaben, aber diese sind noch nicht fix terminiert.

Ein paar Tage nach der Freischaltung hat sich der Dozent gemeldet und gleich einige Informationen mitgesendet. Hier fällt der erste Onlinetermin aus und danach geht es alle 14 Tage mit Onlinevorlesungen weiter. Es gibt keine verpflichtende Prüfungsvorleistung. Online- und Präsenzvorlesungen sowie Einsendeaufgaben sind freiwillig. Sie schaden aber auch ganz sicher nicht. Einen Lernplan kann ich mir wohl recht flexibel zusammenstellen, da es keine fixen Termine sind.

Business Process Management

Alle 14 Tage gibt es eine Onlinevorlesung und der Dozent hat die Themen bereits festgelegt. Damit ist auch klar, wie weit das Skript bearbeitet werden muss zu den jeweiligen Terminen. Damit kann ich mir also einen Lernplan machen. Es muss ein Projekt erarbeitet werden, dass einen Teil der Note ausmacht. Dabei soll es um Prozessaufnahme und -darstellung gehen und Gruppenarbeit ist gewünscht.

Drückt mir mal die Daumen, dass ITIL, Prozessmanagement und meine Bachelorarbeit eine gute Kombination an Vorwissen ist. Vielleicht kann ich so mit einer guten Note aus dem Modul gehen. Wobei ich gestehen muss, im Moment mache ich mir noch keine Gedanken über gute oder schlechte Noten, sondern nur um die Schwierigkeit und den Aufwand für die Module.

Mitarbeiterführung

Jede Woche ein Thema, jede Woche eine Onlinevorlesung. Die Themenvorbereitung gibt es zum Lesen aber auch als Audiodateien. Außerdem wird alles aufgezeichnet und es gibt keine Pflichtveranstaltungen. Das nenne ich mal flexibel. Inhaltlich scheint hier das Führungsthema aus dem Bachelor-Modul KFS (Kommunikation Führung Selbstorganisation) vertieft zu werden. Für die Präsenz ist ein Rollenspiel geplant, quasi ein Klassiker bei Führung. Ich bin gespannt auf den Dozenten, insbesondere wie er im Gegensatz zu der KFS Dozentin ist.

Quantitative Entscheidungslehre

Im Bachelor hatte ich ja immer Angstmodule, bzw. welche, die ich als für mich besonders schwer eingestuft habe. In diesem Semester wäre es wohl dieses. Es baut auf Operations Research auf und damit hatte ich lange gekämpft, aber irgendwann ist der Groschen gefallen und daher hoffe ich sehr, dass er gefallen bleibt und auch dieses nicht ganz neue Thema gut läuft. Allerdings basiert es auch auf Algorithmen und Datenstrukturen, an die ich nicht mehr so viel Erinnerung habe.

Auch hier gibt es schon einen strikten Lehrplan vom Dozenten und wöchentliche Onlinetermine. Durch Austausch soll hier der Stoff verinnerlicht werden. Bei OR lief es ähnlich und ich war einerseits genervt von den Terminen, aber auch dankbar. Außerdem sind zwei Einsendeaufgaben geplant, aber diese sind nicht verpflichtend. Auf den ersten Blick ist das Modul sehr gut aufbereitet, sodass ich mir tatsächlich erstmal keine großen Sorgen mache.

Rein in den Vorlesungsalltag

Vorlesungsplan

Wie behalte ich nun am besten den Überblick? Ich erstelle mir Lernpläne, um nicht den Anschluss zu verlieren und als Übersicht habe ich mir im analogen Kalender für drei Monate meine Vorlesungstermine (Online und Präsenz) eingetragen. Sieht doch total entspannt aus – nicht. Aber erstmal durchatmen, das meiste auf dem Zettel ist „Kann“ bzw. „Sollte“ und kaum etwas „Muss“. Trotzdem werde ich versuchen an den meisten Terminen teilzunehmen, insbesondere bei QEL.

Mit etwas Durchfragen konnte ich die geplanten Prüfungstermine herausfinden. Der 29.1.22 und der 5.3.22. Also zum Ende des Semesters und zu Beginn des nächsten können Prüfungen abgelegt werden. Dozenten haben aber auch ein wenig Spielraum. In Mitarbeiterführung stehen ein Referat und ein Logbuch als Prüfungsform. Termine dafür sind in der Woche bis zum 29.1.. Die mündliche Prüfung in QEL kann individuell abgelegt werden in einem noch nicht genau bekannten Zeitraum. BPM hat eine Hausarbeit und eine einstündige Klausur, WIR hat eine zweistündige Klausur. Die Klausuren finden wirklich nur am 29.1. und 5.3. statt.

Lernplan Semester 1

Auch wenn die Unterteilung in drei Blöcke (3 Präsenzen im Bachelor) für den Master nicht mehr ganz passt, möchte ich diese aber als Checkpoints beibehalten. So lassen sich die Fortschritte besser kontrollieren und ich merke schneller, wo ich hinterherhänge. Nur zwei Module haben einen vorgegebenen Plan, die anderen sind also nicht in Stein gemeißelt und müssen sicher nochmal angepasst werden. Im Master gibt es halt mehr Selbstständigkeit.

Startschuss

Die Einführungschats stehen an und direkt gibt es in BPM eine Aufgabe, die zu dem Termin bearbeitet werden sollen. Im QEL Plan stehen auch einige Kapitel auf dem Plan, die vor dem ersten Chat zu bearbeiten sind. Da Wochenende wird also nicht so ruhig wie gedacht, da nun zwei Aufgaben und nicht nur eine ins Haus stehen.

In der BPM Vorlesung gibt es erstmal wichtige Hinweise zum Kurs, wie die Prüfung aussehen wird. Die Abgabe der Hausarbeit muss spätestens am letzten Tag des Semesters erfolgen, damit wir Luft zum Lernen für die Klausuren haben. Danach geht es aber auch schon gleich zur Sache und die Aufgaben werden besprochen.

Mitarbeiterführung verfolgt ein anderes Konzept. Wir sollen uns austauschen und voneinander lernen. Daher wird ein Logbuch mit den wichtigsten Inhalten und was wir aus den Diskussionen mitgenommen haben geführt. Das Logbuch muss Mitte Januar abgegeben und in der Woche vor dem ersten Klausurtermin vorgestellt werden. Im Bachelor haben wir häufig mit mehrere Personen Zusammenfassungen geschrieben aus unseren Notizen und Markierungen im Skript. Hier kann diese Zusammenfassung nebenbei erfolgen und ist gleichzeitig die Prüfung.

QEL ist umfangreich. Nicht alles ist neu, zumindest für mich, aber es ist viel. Allerdings hieß es in der Vorlesung, dass es zeitlich gar nicht möglich ist, alle Übungen aus dem Skript zu machen. Die Vorlesung war auf jeden Fall hilfreich für die Prüfungsplanung und die Erwartungen. Der Kurs ist erst abgeschlossen, wenn Forschungsaufgabe und mündliche Prüfung durch sind. Die Reihenfolge ist egal und die Forschungsaufgabe kann recht flexibel abgegeben werden. Wir haben direkt eine Aufgabe angefragt, damit wir die Komplexität besser abschätzen können.

Wirtschafts- und IT-Recht umfasst tatsächlich den Stoff der beiden Fächer aus dem Bachelor. Am Ende möchte der Dozent in der Klausur sehen, dass wir Fälle mit den Gesetzen lösen können und nicht, weil wir den Fall schon zig Mal bearbeitet haben. Andererseits will er aber auch keine Juristen aus uns machen, die Fälle in einer bestimmten Form prüfen müssen. Zur nächsten Vorlesung soll es dann Fragen geben.

Gefühlslage

Ich habe noch nicht so richtig wieder in den Studienrhythmus gefunden. Die Masse an Onlineterminen ist ein bisschen erschlagend. Klar sind die freiwillig und werden in der Regel aufgezeichnet, aber sie zwingen dich auch am Ball zu bleiben. Um den Stoff nachzuholen bräuchte ich wohl sonst mehr als ein Wochenende. Ich bin nun einfach weniger flexibel und hab weniger Zeit für Hobbys, aber ich hoffe auch, dass ich mich einfach noch akklimatisiere. Nach dem Studium war ich von der Menge an Freizeit ja fast überfordert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: