Mit dem Wind tanzen +Rezension+
Mit dem Wind tanzen
Emmanuel Lepage kehr in Mit dem Wind tanzen zurück in die Französischen Süd- und Antarktisgebiete, auf die Kerguelen-Inseln. Vor fast 12 Jahren war er bereits einmal an diesem Ort voller Pinguine, See-Elefanten, Forschern und Freiwillige, die diese Forschungseinrichtungen am Laufen halten. Begleitet wird Lepage von einer Kamera.
Das ist kein Abenteuer, das sie erleben werden, sondern eine Erfahrung.
Zurück in den Süden von Frankreichs
Die Reise startet auf einem Schiff, dass Richtung Antarktis aufbricht. Nach und nach begegnet Emmanuel auf seiner Reise der Crew und den verschiedenen Wissenschaftlern an Bord. Er gibt die einzelnen Gespräche wieder oder Momente, die sie zusammen verbracht oder gar zusammen gezeichnet haben. Das wirkt echt und persönlich. Dazu kommen die unglaublichen Bilder. Die Aufnahmen der Natur und des Bootes sind wunderschön, ebenso die Darstellung der Menschen, mit denen er spricht.
Es wird im Comic thematisiert welchen Unterschied es macht, mit jemandem zu sprechen und dies später in Zeichnungen festzuhalten, anstatt einen Film oder ein Foto zu machen, da Menschen sich oftmals anders verhalten, wenn sie vor einer Linse stehen. Er zeigt Geschenke, beispielsweise einen Stempel, berichtet von Begegnungen und stellt in einem Gespräch klar, dass er mit seinem Buch keine Botschaft vermitteln will. Emmanuel möchte von seinen Begegnungen erzählen und sich nicht als Wissender positionieren. Er will niemandem vorschreiben, wie sein Werk zu verstehen ist.
Bei seinem ersten Zwischenstopp spürt er wieder das Gefühl, das ihn auch auf der ersten Reise begleitet hat. Seine Bedenken sind plötzlich verflogen. Es ist wunderschön, wie Lepage uns immer wieder an seinen Gedanken und Gefühlen teilhaben lässt. Doch er versucht auch, die Gedanken und Gefühle anderer, die sie ihm gegenüber zum Ausdruck gebracht haben, hier festzuhalten. Vieles davon fühlt sich so poetisch an, wie diese Natur aussieht.
Wovon träumt ein See-Elefant?
In diesem Comic geht es um die Natur, den Naturschutz und die Forschung, aber auch um die Gefühle und Erlebnisse der Menschen hier. Seine eigenen Gedanken und die anderer hält er fest, so auch die Offenbarung, die der Kameramann auf der Wanderung zur abgelegenen Hütte zum Beobachten der Pinguine erlebt. Sie ist mehr als bewegend. Er berichtet von seiner Tochter und von den Gefühlen, die in ihm aufsteigen, bis er schließlich unter ihnen zusammenbricht. Doch er fasst sich wieder, startet die Drohne und filmt ihre Ankunft an der Hütte.
In diesem Comic geht es um die Natur, den Naturschutz und die Forschung, aber auch um die Gefühle und Erlebnisse der Menschen hier. Seine eigenen Gedanken und die anderer hält er fest, so auch die Offenbarung, die der Kameramann auf der Wanderung zur abgelegenen Hütte zum Beobachten der Pinguine erlebt. Sie ist mehr als bewegend. Er berichtet von seiner Tochter und von den Gefühlen, die in ihm aufsteigen, bis er schließlich unter ihnen zusammenbricht. Doch er fasst sich wieder, startet die Drohne und filmt ihre Ankunft an der Hütte.
Die deutsche Biologin Lea hat auf der Expedition in nur vier Monaten Französisch gelernt und ist nebenbei auch noch Profifußballerin. Ein Jäger soll eingeschleppte Arten dezimieren. Eine Aufgabe, die ihm nicht leichtfällt, obwohl sie so wichtig ist. In diesem Comic gibt es einfach unglaublich viel zu entdecken, so viel mehr, als die Kamera festhalten konnte. Denn nach dem Comic wollte ich weiter in diesen Gefühlen schwelgen und habe mir die auf YouTube frei verfügbare Doku „Die Kerguelen – Archipel am Ende der Welt” angesehen. Es war eine gute Entscheidung, sie nach dem Comic zu sehen. Man erkennt die Menschen wieder und der Comic hatte noch so viel mehr zu erzählen.
Mit dem Wind tanzen ist mehr als eine sachliche Dokumentation, er dingt in die Gefühle und das Erleben vor.
… ist unheimlich persönlich und echt.
… hat ein berauschendes und packendes Artwork.
… erzählt von der Welt der Forschungsreisenden auf dem Kerguelen-Archipel.




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Mit dem Wind tanzen
Szenario und Zeichnungen: Emmanuel Lepage
Übersetzung: Tanja Krämling
Hardcover mit 224 Seiten
ISBN: 978-3-96792-333-9
Erschienen am: 21.05.2026
beim Splitter Verlag
Der Comic wurde mir als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung ist dadurch nicht beeinflusst.
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© Splitter Verlag







