Masterplan

Master

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Ich habe mich damals schwergetan, überhaupt mit einem Studium zu beginnen und dann erst einmal die passende Universität oder Hochschule zu finden. Ich wollte ein Studium, das ich problemlos neben dem Job machen kann. Außerdem sollte es nicht zu teuer sein und gerne auch an einer öffentlichen Einrichtung, damit auch pingelige Arbeitgeber meinen Abschluss anerkennen.

Nun starten meine letzten beiden Semester, in denen ich noch Module belegen muss. Bisher habe ich nur eine Idee für ein Praxisprojekt, aber noch nicht den blassensten Schimmer, was mein Thema für die Thesis werden könnte. Nur in welche Richtung es eher nicht gehen sollte, weiß ich. Was ich zusätzlich noch weiß ist, dass ich auch einen Master dranhängen möchte. War doch bisher gar nicht so furchtbar, dass man das nicht noch mal drei Jahre oder so durchziehen könnte, oder? Also zumindest nur mit leichten Nervenzusammenbrüchen, wie bisher.

Ich könnte also Ende 2020 meinen Bachelor an der VFH erfolgreich verteidigt haben. *verträumter Blick* Warum mache ich mir also eigentlich jetzt schon Gedanken? Die Antwort steht oben, ich habe bestimmt über ein Jahr immer wieder verschiedene Angebote angeschaut und immer wieder verworfen, bis ich doch endlich die richtige Option für mich gefunden hatte, mit der ich zumindest mal dieses „Studieren“ ausprobieren wollte.

Früh informiert sich, wer mal Master werden will

Welche Richtung soll es nun eigentlich werden? Es gibt einen Master, der über die Arbeit angeboten wird. „Entscheidungsmanagement“ klingt aber so gar nicht nach dem passenden für mich technikaffinen Nerd. Damit ist meine Chance auf Freistellung und Förderung auf der Arbeit schon dahin. Es sei denn, in zwei Jahren ist mein Arbeitgeber in den Dualen Master Informatik eingestiegen. Eine Frau darf ja mal träumen.

Welcher Master passt zu meinem Bachelor? Am einfachsten wäre natürlich auch in Wirtschaftsinformatik den Master zu machen. Der wird aber nicht überall angeboten. IT-Management ist noch etwas BWLiger und die reine Informatik bleibt mir auch noch. Für Beides bedarf es an den meisten Einrichtungen einer deutlichen Gewichtung, 60 – 108 ECTS in BWL oder IT, um in dem Studiengang zugelassen zu werden. Das ist teilweise auch noch Ermessenssache. Andere haben noch Ansprüche an die Bachelornote, nicht schlechter als 2,5 oder 3 tauchen in den Voraussetzungen häufig auf.

Die ECTS

Hier kommt noch ein weiterer Punkt ins Spiel. Es gibt Master mit 60, 90 oder 120 ETCS. In der Regel haben Bachelor 180, 210 oder 240 ECTS. Am Ende des Masterstudiums sollten also in der Regel 300 ECTS erreicht sein. Dies scheint zumindest für den von mir betrachteten Bereich der Fall zu sein. Mein Bachelor ist auf 180 ECTS ausgelegt. Was bedeutet das also für einen 90 ECTS Master? Von mindestens einem Jahr Berufserfahrung bis diese plus Zusatzkurse habe ich nun schon einiges gesehen.

Masterplan

Je schneller, desto billiger. Also bedeutet weniger studieren auch Geld sparen. Ein Master ist ausgelegt auf 4-8 Semester, aber dazu müsste ich noch 30 ECTS nachholen In Teilzeit heißt das 1,5 Semester. Also noch mal 5,5 Jahre studieren. Wow, hatte ich nicht oben was von drei Jahre dranhängen geschrieben? Die VFH wäre tatsächlich trotzdem noch eine der kostengünstigsten Hochschulen , selbst bei der Zeitspanne. Allerdings soll dort der Wirtschaftsinformatik M.Sc. auch dieses Jahr noch mal überarbeitet werden. Ebenfalls sind in dieser HS kaum Wahlfächer verfügbar. Die Inhalte sind also für alle Studenten gleich. Keine Interessen, keine Gewichtungen, einfach machen. Für mich bedeutet es aber im gewohnten Umfeld weiterzumachen.

Anders sieht es beispielsweise an der FernUni aus. Voraussetzung Bachelor Wirtschaftsinformatik. Master mit 120 ECTS, also ohne „Extrakurse“. 4-6 Semester und das mit einer breiten Palette an Wahlfächern. 8 Wahlmodule, davon eines aus dem WiWi-Bereich, eines aus der Informatik und drei aus der Wirtschaftsinformatik. Die anderen drei sind keinen wirklichen Einschränkungen unterworfen. Bisher hatten alle meine Module 5 ECTS, an der FernUni haben alle 10 ECTS. Damit wäre für mich der Aufwand pro Modul neu und höher. Außerdem gibt es gestaffelte Module, für die ich pro Modul mehrere Kurse belegen und bestehen muss. Einen Prüfungsort direkt vor der Tür gibt es auch noch und dazu ist die im Vergleich zu allen Anden einfach saubillig.

Die privaten Hochschulen

Zusammengefasst: Kein Master unter 10.000 €. *schluck* Das ist eine Menge Holz. Die meisten sind auf 120 ECTS ausgelegt und mit 4-8 Semestern angegeben. Mal eine Mindestnote, mal eine geforderte Programmiersprache und auch ein gewisses Maß an Englischkenntnisse werden hier und da gefordert. Zwischen reinen Pflichtmodulen, bis Wahlbereiche und Vertiefungsmöglichkeiten ist die Auswahl an den Einrichtungen sehr unterschiedlich, aber leider einfach teuer. Im Gegensatz zu den beiden öffentlichen Einrichtungen ist noch nicht mal klar, ob man mit dem Master auch zur Promotion berechtigt wäre.

Studieren vor Ort

Tatsächlich habe ich mir auch die Unis und Hochschulen in der Gegend näher angesehen. Die Zulassung ist nicht schwieriger, als bei den bereits aufgezählten und durch die Gesetzgebung hätte ich nach dem Bachelor auch noch das eine oder andere Freisemester über, für das keine Studiengebühren anfallen würden. Damit bin ich wieder bei den günstigen Optionen. Auch sind die Studiengänge in Teilzeit möglich. Es gibt nur Wahlmodule, aber – die Vorlesungszeiten „jeden Dienstag 10:00 – 12:00 Uhr“. Ohne Teilzeit auf der Arbeit kann ich wohl kaum regelmäßig zu Vorlesungen. Ok, wie regelmäßig geht man denn in so einem Präsenzstudium eigentlich zur Vorlesung? Vermutlich brauche ich jedes Semester einen anderen freien Tag in der Woche. Präsenzstudium vor Ort kling zwar reizvoll, aber leider nicht sehr realistisch.

Abwarten

Wenn ich in einem Jahr meine Module hinter mir habe und nur noch Praxisprojekt und die Bachelorarbeit selbst mich vom ersten Studienziel trennen, dann werde ich das Thema noch mal aufgreifen. Ich weiß nun schon mal, welche Optionen es gibt und was für mich mehr oder weniger in Frage kommt. Konkrete Anfragen kann ich nach der Aktualisierung meiner Infos dann mal stellen. Vielleicht gibt es neue Optionen an der VFH, wenn der Wirtschaftsinformatik Master umgestellt bzw. erneuert wurde. Vielleicht erkennt die FernUni einige meiner Module in Kombination für ihre angebotenen Module an und ich kann so das Masterstudium dort um ein Semester verkürzen. Oder alle passen ihre Zulassungsvoraussetzung so an, dass ich das mit dem Master wieder ganz schnell vergesse. Zumindest habe ich mich mit den Untiefen des Masterstudiums etwas vertrauter gemacht und halte es nicht für unwahrscheinlich, auch den zweiten Abschluss zu erkämpfen.

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