Rezept zu “Das Erbe der Elfen”

Ich fürchte, Conny und ihr Kochen und Backen zu Büchern hat auf mich abgefärbt. Kaum stolperte ich über die erste Beschreibung von Essen in Das Erbe der Elfen, schon war ich auf der Suche nach der passenden Umsetzung für zu Hause.

Das Erbe der Elfen von Andrzej Sapkowski ist nicht unbedingt auffällig wegen des beschriebenen Essens aber sehr wohl für die wundervolle beschreibende Sprache. Dabei hat das ganze eine Leichtigkeit, durch die ich in die Geschichte komplett abtauchen konnte. Vorbestimmung, Rassenkonflikte, Umweltzerstörung, Politik, Magie und eine Prise Humor haben mich in die Welt von Geralt von Riva geführt und ich habe sie sehr genossen. Ich möchte aber heute keine Rezension schreiben, sondern ein Rezept präsentieren. Darum verweise ich auf die großartigen Rezensionen bei Sandra von Booknapping und Eva von Phantastisch-Lesen, die beide der Neuauflage des Buches nicht widerstehen konnten.

Triss Merigolds Gedanken am ersten Abend in Kaer Morhen aus Das Erbe der Elfen von Andrzej Sapkowski:

Ich habe sie beobachtet. Vesemir war angespannt und verlegen, Geralt unruhig, Lambert und Eskel angestrengt fröhlich und gesprächig, Coën so natürlich, dass es schon unnatürlich war. Unverstellt und offen war nur Ciri, rotwangig von der Kälte, zerzaust, glücklich und verteufelt gefräßig. Wir haben eine Biersuppe gegessen, dick von Graupen und Käse, und Ciri hat sich gewundert, dass es keine Pilze gab. Wir haben Apfelwein getrunken, das Mädchen aber hat Wasser bekommen, worüber sie sichtlich überrascht und verärgert war. Wo ist der Salat, hat sie plötzlich gerufen, und Lambert hat sie scharf zurechtgewiesen und ihr gesagt, sie solle die Ellenbogen vom Tisch nehmen.

Triss Gedanken drehten sich eigentlich um etwas ganz anders aber ich bin am Essen hängen geblieben. Biersuppe aber nicht die süße Variante, sondern herzhaft mit Käse und Graupen. Mir lief schon bei der Beschreibung das Wasser im Mund zusammen. Falls es euch ebenso ergeht, habe ich hier ein Rezept für euch:

Hexer Suppe

Hexer Suppe Zutaten

Zutaten:

125 g Bergkäse, reifer
50 g Butter oder Margarine
1-2 EL Mehl
500 ml Fleischbrühe
100 g Graupen
500 ml Milch
250 ml Bier (Tyske)
n. B. Salz
n. B. Pfeffer, aus der Mühle
n. B. Sahne
n. B. Bärlauch oder Schnittlauch

Aus Margarine, Mehl und Fleischbrühe macht ihr eine Mehlschwitze. Also, Fett auslassen, Mehl einrühren und mit der Brühe ablöschen. Ich habe etwa 2 EL Mehl genommen, damit die Suppe etwas dicker wird. Danach die Graupen zu geben und ca. 20 Minuten lang gar kochen lassen. Vorsicht, es wird ziemlich dick, darum solltet ihr gut darauf achten, dass nichts anbrennt.

In der Zwischenzeit könnt ihr den Käse reiben. Die große Herausforderung ist, dass die Suppe jetzt nicht mehr kochen darf aber heiß sein soll. Beim Bier habe ich mich an dem Autor orientiert und mich für Tyske entschieden.

Sind die Graupen gar, kommt Milch und Bier dazu. Dann warten bis die Suppe wieder ordentlich heiß ist (wie gesagt, nicht kochen) und langsam den geriebenen Käse unter Rühren einschmelzen.

Abschmecken könnt ihr die Hexer Suppe mit Sahne, Salz und Pfeffer. Dazu könnt ihr nach Belieben noch Schnittlauch, Bärlauch und Knoblauch verwenden, um die Suppe nach eurem Geschmack zu gestalten.

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