T – 8 Wochen

In acht Wochen muss meine gebundene Bachelorarbeit in der Hochschule sein. Die letzten vier Wochen habe ich nicht an dem Dokument gearbeitet. Stattdessen hatte ich Schulungen, um die Prozessaufnahme für die Arbeit durchführen zu können und Prüfungsphase. Leute ich habe vier Wochen nichts gemacht! *Leichte Panikattacke* OK, ich habe das Semesterprojekt abgeschlossen und für zwei Prüfungen gelernt. Die Schulungen waren auch wichtig für die Bachelorarbeit, aber es fühlt sich nach verplemperter Zeit an.

Natürlich ist die Zeit nicht verplempert gewesen, denn ich bin endlich scheinfrei und habe die Wiederholungsprüfung super gemeistert. Die Note ist auch schon durch das Prüfungsamt eingetragen und damit darf ich die Bachelorarbeit nach Abgabe auch verteidigen. Meine zweite Note wurde leider noch nicht eingetragen. Eigentlich nicht so wichtig, aber ich würde halt schon gerne wissen, was “Machen wir ‘ne eins draus” nun genau bedeutet. Kann noch Einfluss auf die Durchschnittsnote haben.

Abgesehen von der leichten Panik bin ich aber eigentlich gerade mitten in der Prozessaufnahme. Einige Gegebenheiten kristallisieren sich dadurch bereits raus, über die ich am Wochenende dann auch gerne schreiben will. Vielleicht bekomme ich einen ersten Entwurf aller Prozesse bis zum Wochenende hin. Das wäre richtig toll und das “vier Wochen nichts getan Gefühl” wäre hoffentlich weg.

Bachelor

T – 7 Wochen

Am Wochenende eigentlich nicht so viel geschafft, wie ich wollte, aber immerhin es gab einen Fortschritt von knapp 2240 Wörtern. Das ist doch ein guter Anfang, um überhaupt wieder hereinzukommen in die Bachelorarbeit. Am Samstag habe ich tatsächlich nur konzeptionelle Arbeit gemacht: Was fehlt? Was muss noch rein? Wie baue ich das nächste Kapitel sinnvoll auf? Was will ich hervorheben?

Am Ende habe ich übrigens meine Überschriften-Ebenen angepasst, damit die Struktur nochmal verdeutlicht wird. Es ist noch nicht ganz ideal und ich muss bestimmt an der einen oder anderen Stelle was anpassen, aber der rote Faden wird so deutlicher. Einige Prozesse hatte ich bereits aufgenommen und mir ist bei fast jedem etwas aufgefallen, dass korrigiert werden muss und wo Verbesserungspotenzial ist. Super, denn darum soll es im aktuellen Kapitel gehen.

Konzeptionell wollte ich mir auch schon über das Folgekapitel Gedanken machen, damit ich “weiß, wohin ich will”. Das habe ich zeitlich aber nicht geschafft, da ich vielmehr damit beschäftigt war, zu überlegen, auf welche Prozesse ich noch eingehen möchte und welchen Mehrwert diese haben könnten. Diese Woche werden also die fehlenden Ist-Prozesse und erste Soll-Prozesse modelliert. Danach werden die Grafiken exportiert, verankert und textuell untermalt. Kurz: Ich schwafele ganz viel darüber, warum, dies und das nicht gut läuft und warum es anders besser wäre. Bla bla.

T – 6 Wochen

Ich habe das vierte Kapitel abgeschlossen. Ok, es muss noch Nacharbeiten geben und insbesondere die Grafiken müssen bei der Druckversion noch angepasst werden, aber das Wichtigste ist da. Es folgt nun das letzte Kapitel mit Inhalten und danach Fazit und Ausblick. Für T – 3 habe ich noch eine ganze Woche zur Überarbeitung und Erstellen der Druckversion freigehalten. Ich hoffe, am Ende dieser Woche meinem Prüfer noch eine Version zukommen zu lassen, damit ich in der freien Woche seine Anmerkungen vorliegen habe. Dann brauche ich nicht alles mehrfach überarbeiten und kann bei T – 2 Druck und Bindung vielleicht schon in Angriff nehmen.

Vermutlich werde ich diese Woche Puffer aber auch noch reißen, aber zumindest habe ich immer noch einen weiteren kleinen Puffer auf dem Weg zum Bachelor eingeplant. Einen Probedruck mit der aktuellen Version wollte ich auch noch austesten. Mal sehen, wie es sich bisher “anfühlt”. Auffälligkeiten bei der Formatierung und so weiter.

Bachelor Prozessausschnitt

T – 5 Wochen

Ein Wochenende im eigenen Schweiß liegt hinter mir. Ich bin nur noch Hitze-geschädigt, aber inkl. der Aktualisierung aller Verzeichnisse habe ich knapp 3.150 Wörter in meinem Dokument ergänzt. Ich wollte am Wochenende das letzte Kapitel mit Inhalten schaffen, bevor es an das Fazit geht. Leider habe ich es nicht geschafft. Dafür habe ich am Montag darauf direkt weitergemacht, um es abzuschließen.

Warum eine “ich kann eigentlich kaum klar denken Session” nach der Arbeit? Das Feedback. Ich wollte am Montag spätestens Feedback von meinen Prüfern erbitten. Es ist allerdings erst Dienstag geworden, da ein paar Nacharbeiten doch nicht mehr am Montag drin waren. Aber nun ist die Anfrage raus, mit der Bitte, innerhalb von zwei Wochen Feedback zu bekommen, damit ich in der Urlaubswoche alles glatt ziehen kann. Dazu habe ich noch zwei Fragen gestellt und schon mal auf ein paar Sachen hingewiesen.

Ich bin extrem nervös wegen des Feedbacks. Allerdings gab es kurz darauf einen keinen Trost. Endlich wurde die “machen wir eine eins draus” Python-Note eingetragen. Es ist tatsächlich eine 1,0. Eine 1,0! *kreisch* Danach erstmal meine Kommilitonin gebeten, auf den Notenschnitt zu schauen, auch wenn sie nur einen Ausschnitt vom Kurs sehen kann. Der Dozent bewertet tatsächlich differenziert und vergibt nicht einfach pauschal gute Noten. Ich freue mich massiv über diese letzte Modulnote und gehe dann mal tanzen.

Studium bestanden

T – 4 Wochen

Am Wochenende habe ich noch 1500 Wörter ergänzt. Ein Themenfeld war noch unbehandelt und ich habe das Gesamtfazit formuliert. Meine Rückmeldung war positiv, es gab nur eine Anpassung, die ich machen musste. Jetzt bin ich fertig. Naja, was so fertig heißt. Ich habe zu allem was geschrieben und ich bin auf meine Seitenvorgabe gekommen. Jetzt muss ich “nur noch” gegenlesen, ergänzen, verbessern, formatieren, digitales Layout und Drucklayout vorbereiten. Alles drucken, unterschreiben, digitale Anhänge anfügen und absenden. Easy!

So easy, dass ich dafür eine Woche Urlaub nehme, damit es auch am Ende vorzeigbar ist. Ein paar Übergänge sind durch die letzten Ergänzungen noch ein bisschen holperig, da muss ich nacharbeiten. Die letzten zwei Kapitel wurden bisher noch gar nicht gegengelesen. Es wird also Zeit für die langwierigen und aufwendigen Feinarbeiten.

T – 3 Wochen

Ich habe gesucht, telefoniert, überlegt und gebastelt. Warum? Wegen diesem Druck. Sollte das nicht einfach sein? Tja ist es nicht. Es gibt zig Copyshops, die Bindungen machen zu verschiedenen Preisen und ich bin wirklich aktuell unschlüssig, wo ich es machen soll. Ich sehe die Bindungen vom Kerl aus Shop 1, ich sehe Bilder von Bindungen aus Shop 2 bei der Uni, ich bin vor Ort gewesen in Shop 3 bei der Hochschule. Was sieht bei dem Druck denn wirklich gut aus? Dazu habe ich jetzt schon einige Probedrucke zu Hause. Puh!

Inzwischen habe ich einen Plan für die Drucke und kann diese Sorge also erstmal streichen. Dafür habe ich noch angefangen, meine Arbeit gegenzulesen und nachzubessern. Im Druck habe ich viele kleine Kinken bemerkt, die mir nicht gefallen haben.

Bachelor Nutzwertanalyse

T – 2 Wochen

Ich hoffe noch auf Feedback von einem Probeleser, von einem zweiten habe ich schon welches bekommen. Insbesondere Rechtschreibkorrekturen in Sachen Kommasetzung. Ein paar eigene Notizen habe ich auch noch. Beispielsweise, ob der rote Faden auch deutlich wird. Ist die Arbeit am Ende angenehm zu lesen? Fehlen noch Abkürzungen im Abkürzungsverzeichnis?

Das ausstehende Feedback kam, fiel positiv aus und die Anmerkungen wurden auch noch eingearbeitet. Das Abkürzungsverzeichnis hat noch einige neue Einträge bekommen, Sätze wurden klarer formuliert. Es fehlt noch ein abschließender Blick auf den roten Faden und dann … NUR NICHTS VERSCHLIMMBESSERN!

Ich bin quasi fertig und das macht mir überraschenderweise Angst. Ich kann doch nicht schon fertig sein. Da muss doch noch was fehlen. Vielleicht schmeiße ich nochmal alles über den Haufen? “Das wäre besser geworden, wenn du dir mehr Zeit gelassen hättest.” “Du musst ja auch immer alles auf den letzten Drücker machen.” Toll, jetzt habe ich Luft und es fühlt sich falsch an. Klar, ich brauch noch eine Präsentation und Drucken und Binden muss ich ebenfalls noch. Trotzdem, ist das so richtig?

T – 1 Woche

Alles gegengelesen und finale Korrekturen. Damit wollte ich Montag zum Drucken und Binden. Dann kam die Quarantäne. Mein Kerl hatte Kontakt zu einem inzwischen positiv getesteten und damit durfte ich Donnerstag bis inkl. Dienstag nicht raus. Irgendwann kam die Entwarnung und Donnerstag haben wir einen Termin, zu dem wir nun zum Glück hin können. Nachdem wir nämlich unsere JGAs gesprengt hatten, (Danke an alle für die Mühe! Es tut uns echt leid, dass es ins Wasser fallen musste.) können wir wenigstens die finalen Absprachen und Zahlungen im Standesamt vornehmen. Mein Plan ist nun am Freitag meine Arbeit binden zu lassen.

Dann kann ich doch auch gleich mal mehr Energie in die Präsentation für die Verteidigung stecken. Im übrigen weiß ich nicht, ob die Regel, dass Kolloquien nur online durchgeführt werden, inzwischen wieder außer Kraft ist. Daher werde ich mich wohl überraschen lassen, ob ich digital oder live präsentieren werde.

Lift-off

Ab zur Post und weg damit!

Ist das aufregend. Die Präsentation ist in den ersten Grundzügen bereits vorhanden. Nun wird es Zeit, zu reflektieren und eine gute anschauliche Zusammenfassung für die Präsentation zu formulieren. Feinheiten ausarbeiten. Kleine Proberunde, ob die Zeit passt. Heiraten und auf den Termin für das Kolloquium warten.

Kolloquium

Dank ein paar Streiks durfte ich erstmal eine volle Woche bangen, ob meine Bachelorarbeit auch heile in der Hochschule ankommt. Nach der Zustellung steht aber noch die Bestätigung der HS aus. Die Zustellung hat eine ganze Woche gedauert und am Tag drauf wurde der Eingang bestätigt.

Etwa drei Wochen später meldete sich mein Erstprüfer. Seine Bewertung ist abgeschlossen und wir können einen Termin zur Verteidigung vereinbaren. Mein Zweitprüfer benötigt aber noch etwas und ich will ihn auch nicht hetzen. Frühster Termin in weiteren drei Wochen, also ca. 3,5 Wochen nach dem spätesten Abgabetermin. Das Ganze soll online stattfinden, daher muss ich mir überlegen, wie ich bestimmt Sachen, über die ich rede, hervorhebe, ohne dass die Präsentation leuchtet und blinkt wie ein Weihnachtsbaum.

Die Präsentation war fertig und die Technik funktionierte weitestgehend fehlerfrei. Also mich durfte jeder nochmal als Echo hören und bei meiner letzten Folie ist mein Erstprüfer aus dem Prüfungsraum geflogen, aber geschafft. Geschafft Leute, ich bin durch! Der Papierkram muss nur noch erledigt werden, aber ich habe den Abschluss in der Tasche. Darauf ein Sekt um 10 Uhr morgens. Prost!

Bachelor Hai-drun
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