Mehl, Magie und Machenschaften +Rezension+
Mehl, Magie und Machenschaften
In Mehl, Magie und Machenschaften ist Magie selten und einzelne Magieker:innen können ganz unterschiedliche Kräfte haben. Die 14-jährige Bäckerin Mona findet morgens in der Bäckerei die Leiche eines ebenfalls jungen Mädchens. Das Mädchen wurde ermordet. Die Ermittler machen es sich leicht: Das Mädchen war bei der Leiche und ist magiebegabt, also sie muss die Täterin sein. Doch nur Teig und Backwaren zu verzaubern, um immer tolle Waren im Angebot zu haben, ist nichts, womit sie jemandem schaden könnte. Außer vielleicht, Brot so hart werden zu lassen, dass sich jemand einen Zahn abbricht.
Von Lebkuchen und Brot
Doch schnell zeigt sich, dass Mona in ihrem behüteten Leben in der Bäckerei nur wenig von den Geschehnissen in der Stadt mitbekommt. Inzwischen gibt es wohl eine ganze Mordserie unter Magiebegabten. Was läge näher, als dass die Täterin ebenfalls Magiebegabte ist? Unverhofft bekommt sie Hilfe von Spindel, dem kleinen Bruder des ermordeten Mädchens, das sie in der Bäckerei gefunden hat. Er selbst ist zwar kein Magier, doch als Straßenjunge ist er hart im Nehmen und pfiffig. Zu meinen besonderen Favoriten gehört Bob, der Sauerteigansatz. Ich habe keine Ahnung, wie mir ein Stück Teig so gut gefallen kann, insbesondere, da Mona auch noch einen Lebkuchenmann als Leibwächter hat. Er wacht auch über sie, wenn sie schläft.
Irgendwann hatte ich aufgrund der völlig unterschiedlichen Talente eine X-Men-Erinnerung. Kurz danach kam die Idee mit dem möglichen Register für magiebegabte Menschen. So sind wir nun an dem Punkt, dass es klingt wirklich ein bisschen nach X-Men. Insbesondere Schindler-Molly, die in jungen Jahren gezwungen war, als Zauberin in der Armee zu dienen, ist wenig vom Register begeistert. Doch niemand legt sich gerne mit einer Frau an, die auf einem toten Pferd durch die Stadt reitet, selbst wenn dieses nur noch aus Knochen besteht und mit Lumpen ausgestopft ist.
Es gibt Verschwörungen, Intrigen und Politik, dazu eine gefährliche Armee und einen Mörder. Wer hier Cosy Fantasy aufgrund von Gebäck erwartet, liegt falsch, denn es ist ein Jugendfantasy-Buch mit dem besten Gebäck der Stadt. Durch Mona und den noch jüngeren Spindel wirkt das Buch durchaus kindlich. Mona macht sich oft Gedanken darüber, was von ihr als Kind von den Erwachsenen erwartet wird, aber auch darüber, was diese von ihr erwarten können, denn schließlich ist sie erst 14.
Mehl, Magie und Machenschaften ist ein spannendes und kreatives Jugendbuch. Ich bin nur ein wenig traurig, dass Bob am Ende nicht mehr Beachtung bekommt. Er war einfach mein heimlicher Favorit.
… zeigt eine Jugendliche, die in eine Mordserie und weitere Intriegen verwickelt wird.
… hat mit Bob und weiteren lebendigen Backwaren tolle Figuren.
Mehl, Magie und Machenschaften
Szenario: T. Kingfisher
Übersetzung: Annika Bührmann, Jeannette Bauroth
Cover: Frauke Spanuth
Softcover mit 350 Seiten
ISBN: 978-3-96219-288-4
Erschienen am: 17.03.2026
beim Second Chances Verlag
Das Buch wurde mir als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung ist dadurch nicht beeinflusst.
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