The Tainted Cup +Rezension+
The Tainted Cup
Als der Gravieren Din an einem Tatort eintrifft, ist er verunsichert. Es ist der erste Mord, in dem er ermittelt, und dann auch noch in einer Adelsfamilie. Zudem ist er recht alt, um erst im Praktikum bei einer Ermittlerin zu sein. Doch er tut, wozu er geschickt wurde: Er graviert sich den Tatort und alle Aussagen ein, um seiner Ermittlerin Bericht zu erstatten. Er verknüpft jedes Detail mit Gerüchen, damit er die Informationen leichter abrufen kann.
Was für ein Weltenbau
Ich gebe zu, bei dem Mord durch einen Baum, der explosionsartig aus dem Opfer gewachsen ist, war ich schon abgeholt, doch diese Welt hat so viel mehr. Pilze, die als Klimaanlage fungieren. Plantate und Beizen, die Menschen „verbessern“. Sie sogar zu Vollendeten machen können. So wird auch Din genannt, Vollendeter und insbesondere Gravieren. Er durchlief Anpassungen, wodurch er sich einfach alles merken kann. Klingt nach Hochtechnologie, doch es ist Biopunk und ich bin völlig fasziniert von einer Welt voller angepasster Menschen, Schwertern und Kettenhemden und einer riesigen Seemauer, hinter der Titanen diese Welt bedrohen. Wir reden hier quasi über Kaijus.
Doch es gibt auch Verseuchungen, denn die vielen Anpassungen haben auch Schattenseiten. So scheint auch dieser Tod durch eine Verseuchung verursacht worden zu sein. Dins Meisterin ist die Judexermittlerin Ana. Sie lebt in einem Hastrankenhaus gefüllt mit Büchern, die sogar teilweise ihre Möbel ersätzen. Sie schirmt sich vor den meisten Sinneseinflüssen ab und flößt durch ihre Art den meisten Menschen Angst ein. Ihr Charakter hat für mich viele Ähnlichkeiten mit Sherlock Holmes.
Nach dem ersten Todesfall wird schnell klar: Es ist nicht der einzige. Doch was ist es? Zufall, Rache, Verschwörung oder etwas ganz anderes? Der Fall ist so spannend wie diese Welt. Für Ana wird es schwer, viele Reize überfordern sie. Sie ist sehr feinfühlig in vielerlei Hinsicht. Doch sie kommt nicht gut mit Menschen zurecht. Sie ist keine leichte, aber eine faszinierende Person.
Ich möchte einfach immer tiefer in diese Welt eintauchen. Viele Menschen versuchen, zu Vollendeten zu werden, obwohl diese in der Regel kürzer leben und sich nicht fortpflanzen können. Das Imperium ist in Ringe unterteilt, wir befinden uns im äußeren Ring in der Nähe der Seemauer. Dort kann es passieren, dass man nachts von der Toxinglocke geweckt wird, weil eine Verseuchung droht. Nachrichten werden durch Schreiberfalken statt durch Brieftauben übermittelt. Doch das hilft Din wenig, denn aufgrund seiner Dyslexie kann er nur eingeschränkt und mit großer Mühe lesen und schreiben.
Mit jeder neuen Erklärung über diese Welt und den Details zu den Anpassungen der Menschen und der Umwelt sauge ich diese Welt förmlich auf. Ich möchte noch so viel mehr über diese unglaubliche Welt erfahren und dazu sind Din und Ana zwar recht unterschiedlich, doch sie arbeiten großartig als Team zusammen. Diese Geschichte erfahren wir aus der Perspektive von Din, der hier viele neue Orte erleben wird. Er ermittelt und wächst über sich heraus. Seine Schlussfolgerungen sind schon gut, doch Ana ist noch ein bisschen krasser.
The Tainted Cup ist ein unglaublich spannender Kriminalfall in einer fantastischen Biopunk-Welt zwischen Magie und Technik. Zum Glück soll bereits im Mai der zweite Band erscheinen.
… ist ein unglaublich spannender Kriminalfall.
… konnte mich mit komplett in seinen Bann ziehen.
The Tainted Cup
Szenario: Robert Jackson Bennett
Gesprochen: Tim Gössler
Übersetzung: Karla Schmidt und Jakob Schmidt
Hörbuch mit 14 Stunden und 57 Minuten
ISBN: 978-3-9858529-8-7
Erschienen am: 04.11.2025
beim Hörbuch Hamburg
Adrian & wimmelbuchverlag
Das Hörbuch wurde mir als kostenfreies Rezensionsexemplar durch Net Galley zur Verfügung gestellt. Meine Meinung ist dadurch nicht beeinflusst.
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