Blacksad – Cat P.I.

Blacksad – Cat P.I.

Blacksad – Cat P.I.

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John Blacksad ist ein Privatdetektiv, ein Schnüffler, im Trenchcoat. Egal ob Philip Marlowe, Martin Kane oder der gleich doppelt-fiktive Dixon Hill, wir alle haben direkt ein Bild vor Augen und auch eine Idee in welcher Zeit diese Geschichte spielen könnte. Ganz genau wird die Zeit nicht definiert aber wir sind gefühlt im Amerika der 50er Jahre. Wir haben es hier aber nicht mit irgendeinem Schnüffler zu tun, sonder mit einer Katze,, einer schwarzen Katze.

Diese Menschen sind alle animalisch. Es gibt verschiedenste Tieradaptionen und die Mimik ist für jedes Tier beziehungsweise jeden Menschen passend. Nicht immer ist alles ein Klischee aber selbst Blacksad spielt mit denen manchmal ganz bewusst. In so einer Welt ergeben sich nicht nur „Rassenkonflikte“ zwischen schwarz und weiß. Nein, auch mit dem schönsten, glänzenden Fell bist du in einer Bar für Reptilien einfach fehl am Platze.

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In der Großstadt ist das Leben aber bunt und deutlich diverser als wir es kennen. Zwischen all diesen Menschen mit Fell, Federn oder Schuppen passiert genau das was wir erwarten. Blacksad ist ein klassischer Privatdetektiv. Raucht, liebt seinen Trenchcoat und steht nicht immer auf besten Fuß mit den Bullen. Er ist schon ein kleiner Womenizer und kommt über die Runden. Sein Büro ist auch seine Wohnung und bietet das übliche Chaos, dass wir uns doch auch insgeheim erhoffen.

Blacksad kann sich wehren mit Händen und Waffen, kann sehr überzeugend sein, die Krallen spielen lassen genau wie seinen Charme aber er hat auch durchaus was im Kopf und kann ebenso mit klassischer Ermittlungsarbeit aufwarten. Ob er in den Slums oder zwischen kommunistischen Künstlern und Akademikern unterwegs ist. Er muss nicht überall wirklich rein passen, um „einen Fuß in die Tür“ zu bekommen.

wp-image-996421755Die Bilder geben die Zeit stimmungsvoll wieder. Manchmal kommt da auch das stimmungsvolle Abendlicht, dass zwischen Blättern durch fällt, genau so überraschend, wie es uns im Alltag erwischt. Die Geschichte wird von den Bildern und von der eigenen Erzählung von Blacksad getragen, wie es für diese Art Detektiv-Geschichte üblich ist.

So schön es ist die verschiedenen Tiere in den Männern zu erkennen, muss ich leider sagen, dass es bei der Damenwelt oft nicht so einfach ist. Katzen oder Hunderasse? Sie haben Ohren und entzückende kleine Nasen. Aber es sind gewiss nicht einfach alle Katzen. Mäuse, Rehe, Schweine, Federn, Schlappohren aber nicht eine Dame hatte Schuppen und die Damen um die es hauptsächlich geht, wirken immer ehe feline. Das dürfte aber unserem schwarzen Kater entgegenkommen. Irgendwie war das doch auch immer in diesen Geschichten so, die Damen trafen immer genau den Geschmack des Schnüfflers.

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Die Gesamtausgabe umfasst etwa 300 Seite, davon sind etwa die letzten 30 Seiten mit Skizzen gefüllt. Panelentwürfe und auch die Frage wie aus Tieren eigentlich Menschen werden, kann man hier einsehen. Ein wirklich schönes Extra. Dieser gutherzige Kater ist absolut lesenswert.

 

Blacksad: Gesammelte Fälle (Hardcover) von Juan Diaz Canales und Juanjo Guarnido erschienen bei Carlsen.

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